Dixie vom Wandersmann - The adventures of a little femelle noire.

Das bin ich: Dixie vom Wandersmann, briard noir / That is me: Dixie vom Wandersmann, briard noir I am Dixie vom Wandersmann, named either after the first girl-friend of Elvis, or the music of the early jazz. Have a look into my Pages for more interesting readings, or browse my diary here and in the archives.

Lots of people talk to animals…. Not very many listen, though…. That’s the problem. — Benjamin Hoff, The Tao of Pooh


My Diary

Die Minis (Pupser)

29 July 2010 Diary, Events

Am Sonntag hatten wir die Welpen besucht. Sie sind nun 3 Wochen alt!

sooo klein, die Klein-Ally

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Morgen muss ich arbeiten!

23 July 2010 Diary, Repertoire

Ich habe einen neuen Job, als offizieller Prüfungs-Fremdhund, oder so…

Dieser Job ist wie für mich gemacht, sagt das Chester-Frauchen, die hat das auch organisiert. Habe es vor ein paar Wochen schonmal gemacht, das geht so:

Da gibt es ein paar Hunde die mit ihren Frauchen eine Ausbildung zum Therapiehund machen, beim TAT.

Nach irgendeinem Ausbildungs-Modul wird auch geprüft wie die Azubis auf fremde Hunde reagieren. Tja, da bin ich als schwarze Briardhündin genau die Richtige :)

Also, die Azubis stehen da mit ihren Frauchen und ich spaziere vor ihrer Nase herum, bleibe vor jedem stehen und bekomme dabei gaaanz tolle Leckerlies von meinem Frauchen.

Die Azubis müssen sich dabei ganz ruhig verhalten. Ich könnte denen auch mal den Stinkefinger zeigen oder den Kasper machen und die müssen weiterhin ruhig sitzen bleiben.

Alles fast so wie in der Hundeschule, aber nur fast… :)

Nun werde ich ein wenig ent-zottelt, etwas hübsch gemacht und morgen berichte ich darüber.

WuffWedel,

Dixie

Neues von den Welpen

21 July 2010 Events

Die neusten Bilden von den Welpen, nun schon in ihrer 3. Lebenswoche findet ihr hier, unter “A-Wurf Gallerie”.

Am Sonntag wollen wir die Kleinen wieder live sehen und Dixie kommt diesmal mit :)

Meine Favoriten sind Ally (rotes Band) und der Bub mit dem schwarz-buntem Band.  Aber ich kann doch keine 2 nehmen!!!! nee,nee  … :(

Hach, wenn es nur bald Sonntag waere!

das hibbelige Dixie-Frauchen

Mann O Mann…

12 July 2010 Filoso-fisch, Poop

Was haben Spinat und Briards gemeinsam?

Na?

ja, beiden wird duch Ammenmärchen Unrecht getan!

Dem Einen wurde durch einen Druckfehler eine unheimlich hohe Eisen-”Belastung” zugesprochen,

dem Anderen unerkennbare Körpersprache aufgrund seiner Behaarung.

Irgendwann, im tiefsten Mittelater der Hundeverhaltens-Forschung, zu einer Zeit in der es keine effektiven Sehhilfen gab, haben Hundeexperten,

mangels adäquater Beobachtungsgabe behauptet das Briards nicht verständlich sprechen.

Briards sind halt Franzosen, und wie zum Kuckuck soll ein Deutscher Schäferhund, der bekanntlich nur deutsch versteht das französische Gebrabbel raffen.

Ist doch klar dass es da zu Mißverständnissen kommt!

Ja, nun wisst ihr vielleicht dass ich in meinem kleinen Dörfchen von aüßerst kompetenten Hundeexperten umzingelt bin :)

Eine davon, eine Goldie-Besitzerin erzählte mir vor einiger Zeit wass von Körpersprache bei Briards. Das war so: ich ging mit der angeleinten Dixie an ihrem Haus vorbei, Richtung Weinberge. Ihre 2 Goldie Damen machten Ramba-Zamba am Zaun (eigentlich waren die am ausrasten), Dixie hielt die Schnüss und zog mich aus der “Gefahrenzone” hinter sich her. Sie findet es legitim wenn andere Artgenossen ihr Grundstück bewachen, aber sie will schnell vorbei. Dann kamen wir an das Goldie-Frauchen vorbei, die gerade ihre 125PS striegelte. Die sagte nur “Tja, das überträgt sich”, ich: “was überträgt sich?”, sie: “ihr Hund übeträgt seine Aggression auf meine.”

????

Ich ging weiter. Auf dem Rückweg war sie immer noch am Auto und ich fragte sie ob sie eigentlich Angst vor meinem Hund hatte, weil dass das Ausrasten ihrer Hunde eher erklären könnte. Nee, aber die Körpersprache von Briards ist Aufgrund ihrer Behaarung unverständlich für andere Hunde, für Menschen sowieso, und das führt zu Frust-Aggression beim Briard, bla, bla, bla… und fängt an mir was vom Martin R. zu erzählen, der einen Briard nach einem Beißvorfall vor der Todesspritze gerettet hat indem er ihm die Mähne über den Augen weggeschnitten hatte und bewiesen hat dass dieser Briard doch gewarnt hatte aber keiner konnte es sehen.  (Tja, nun wären wir wieder bei denen die ihre Pratzen nicht zuhause lassen können und sich dann wundern wenn der Hund zurück fasst!).

Bei soviel inbrünstiger Verehrung gegenüber Herrn R. und seinem allumfassenden Expertentum konnte ich nur jaja sagen und schnell heim gehen :)

Zweite Begegnung der dritten Art fand heute statt, also taufrisch ;)

Auf dem Morgengassi Richtung Feld, kam die Aussie-Halterin mit ihrer 6 Monate alter Austauschhündin entgegen. Nachdem sie den ersten Welpen (Rüde) nach 6 Monaten zur Massenzuchtanlage zurück brachte, weil er zu “dominant” war, holte sie sich eine Hündin (von ihrer Hundetrainerin ausgesucht) von dort wieder mit - deswegen Austausch-Hündin. Der Rüde war tatsächlich rotz-frech deswegen hatte ihn Dixie auch bei 2 Gelegenheiten ein wenig gefaltet (ohne eine Schramme!). Rüde biß eines der 3 kleinen Kindern ins Gesicht und musste weg, die Austausch-Hündin zog ein. Die musste selbstverständlich von Dixie ferngehalten werden, weil Dixie ja so gefährlich sei. Nun gut, wir begegneten uns zum ersten mal, ich lies Dixie neben mir sitzen in der Hoffnung dass die Frau vorbei zieht. Nee, sie bleibt halt stehen und fängt an mir die Ohren voll zu quatschen. Dixie sitzt seelenruhig neben mir, ignoriert alles, die Austausch-Hündin hüpft die ganze Zeit Richtung Dixie. Da erzählt mir die doch tatsächlich die gleiche Geschichte, angeblich selbst im Fernsehen gesehen: Briard wird gestutzt und weil man seine Augen sieht kann man auch sehen wenn er warnt! Boah, nun bin ich schlauer, bis dato wusste ich nicht dass Hunde ausschliesslich über die Ausdrucksfähigkeit ihrer Augen kommunizieren :)

Nun, Spass beiseite, was meint ihr? Ich meine jetzt nicht irgendwelche Literatur- oder Studien-Verweise, sondern eure eigenen Beobachtungen.

Wie nehmt ihr die Körpersprache euerer Briards wahr? (Nachtrag: auch Mini-Briards und Rokis sind gefragt!)

Ich finde sie sehr ausgeprägt, mir ist noch keiner begegnet der in dieser Hinsicht ge-handicapt war, egal wie lang das Fell war, ob die Augen mit einer Matte bedeckt oder im Zopf gebunden.

Wir Menschen neigen dazu vieles in den Augen lesen zu wollen, aber sind diese in der Tierwelt wirklich von Bedeutung für die Kommunikation? Neigen wir nicht wieder einmal dazu, Hunde zu vermenschlichen?

Wie reagiert ein Hund (stellvertretend für ein Raubtier) wenn man ihm in die Augen schaut?

Wie reagiert ein Pferd (stellvertretend für ein Fluchttier) wenn man ihm in die Augen schaut?

Meine Hündin hat wunderschöne Augen aber ich brauche keinen Blick in diesen um zu sehen was gerade in ihr vorgeht. Geht es euch auch so?

Bei manchen Hundebegenungen sah es für mich so aus als ob der andere Hund die “Hundesprache” nicht verstand, oder nicht verstehen wollte, oder mit Artgenossen nichts anfangen konnte. Dixie’s Sprache hingegen war eindeutig, sogar für mich als Mensch.

Ich würde mich über eure Kommentare sehr freuen, Danke!

Diana

Dixie und die Menschen

12 July 2010 Erziehung, Repertoire

Ich kann seit ewigen Zeiten nicht mehr bei DJ kommentieren, generell habe ich Schwierigkeiten mit over-blog. Ich nehme DJ’s Frage als Anlass die Beziehung von Dixie zu Menschen ein wenig (in groben Zügen) zu beschreiben.

Wie manche von euch wissen, lebt Dixie bei uns im “Angestellten-Verhältnis”  , eines ihrer Aufgaben ist Klingelverstärker zu sein :)

Auch wenn mal die Klingel ausfallen sollte (was öfter vorkommt..) und Dixie nicht gerade in einem tiefen Schönheitschläfchen versunken ist, dann wird gebellt.

Anhand vom Bellen kann ich erkennen ob es bekannte oder fremde Besucher sind, zum Teil weiss ich sogar WER genau da rein will.

Bekannte werden stürmisch begrüßt und sie muss ein paar Minuten mit einem Ochsenziehmer (oder irgendwas anderes) im Maul hin und her patroullieren. Danach legt sie sich irgendwo hin und wartet dass man sie zum beschmusen ruft. Meistens ist sie in Schmuse-Laune :) Mit unserem Nachbar Michael wird erst ein kleiner Kampf inszeniert, beide tollen wie die Wilden auf dem Boden herum.

Fremde hinter dem Tor werden, wie es sich gehört, lauthals gemeldet. Wer Angst vor Hunden hat der kann wieder gehen, denn ich sperre meinen Hund nicht ein! Ansonsten bitte ich den “Neuling” seine Arme locker neben dem Körper zu behalten, auf keinen Fall hochzuheben und nicht den Hund anzustarren :) Dixie schnuppert kurz aus geringer Entfernung und entscheidet ob sie den Besuch mag oder nicht.

Falls sie den Besuch mag dann geht sie hin und lässt sich betatschen, wenn die Hand oben auf den Kopf landet dann entzieht sie sich und ich muss dann den Besucher “belehren”;)

Falls der Besuch für nicht so toll befunden wurde, dann weicht sie mir nicht von der Seite und achtet darauf dass ich immer zwischen ihr und dem Fremden bin.

Fremde die plötzlich mittem im Garten stehen weil sie einfach so zum Tor reinkamen werden gestellt! Auch das wird genauso von uns erwartet. “Stellen” bedeutet bei Dixie keinesfalls umschmeißen, sondern in sicherer Entfernung von ca.2 Meter bellen was das Zeug hält, Beine breit und Rute waagerecht. So wartet sie bis ich komme, danach wird beschnuppert und für ok oder nicht ok befunden.

Ja, in unserem Dorf ist es halt üblich dass man einfach irgendwo reinspaziert, auch wenn da ein Hund leben sollte. Deswegen war ich auch auf dem Ordnungsamt um mich nach der Rechtslage zu informieren.

Man hat mir versichert dass es durchaus gerechtfertigt ist wenn mein Hund einen Eindringling (jeder der unaufgefordert das eingefriedete Grundstück betritt) stellt oder sogar verletzt, “dafür wäre ja der Hund da” :) Na ja, so ganz traue ich dem nicht…

Ich habe meinem Hund das oben genannte Verhalten nicht andressiert, ich habe nur dafür gesorgt dass sie gute Erfahrungen mit Menschen hat, dass sie niemals in Bedrängnis gerät, ihr vermittelt dass ich für ihren Schutz zuständig bin und nicht umgekehrt.

Ich bin nicht der Boss, kein Alpha-Tier und auch nicht El Cheffe :)

Wir sind ein Team in der Dixie gelernt hat dass ich gut für sie sorge, ihr Schutz biete, Linderung bei Schmerz, wichtige Aufgaben zuteile, ihre Bedürfnisse respektiere. Ich habe meine Aufgaben und sie hat ihre.

Wenn ich mal schwächeln sollte, über einen gewissen Zeitraum, oder mal planlos bin (s. Schafe hüten) dann versucht mein Hund die entsprechenden Aufgaben zu übernehmen - echtes Teamwork :)

Genau das erwarte ich von einem Hund und solange das Vertrauensverhältnis stimmt hat das nichts mit “die Führung übernehmen” zu tun.

Ich vertraue meinem Hund aber ich traue den Menschen nicht so ganz - zumindest was den Umgang mit Hunden angeht. Deswegen hatten wir Dixie früh genug mit verschiedenen Menschen und Situationen vertraut gemacht die später mal zum Problem werden könnten.  Solange Patrick oder ich dabei sind, d.h. sie im Notfall beschüzten können, lässt Dixie sich sehr viel gefallen.

Beispielsituation: wir sitzen zu Dritt in Frankfurt in einem Straßen-Cafè, Passanten gehen vorbei und streicheln Dixie im Vorbeigehen über den Kopf. Sie ignoriert es einfach. Der Zweite der das gemacht hat, ein Pärchen, bleibt dann stehen und meint: “der reagiert ja überhaupt nicht!!!” Ich: “Nein, aber ich wenn sie nicht gleich weiter gehen!” Danach tauschten wir die Plätze so dass keiner mehr Dixie belästigen konnte - sie war dankbar :)

Es gibt eine Situation vor der ich Angst habe: was passiert wenn mal ein Kind einfach so bei uns im Garten auftaucht, kein Erwachsener dabei und ich bin nicht gleich da? So ein kleiner Mensch fällt leicht um, das alleine würde schon reichen um ein Skandal auszulösen. Dixie mag manche Kinder, andere sind ihr unheimlich. Wird mein Hund versuchen mit dem Kind anders zu schimpfen als mit einem Erwachsenen? Vermutlich. Ein Anstarren in Augenhöhe ist schon was anderes als eines von-oben-nach-unten. Da könnte man doch als Hund leicht auf die Idee kommen mal Bescheid zu sagen… :(

Ja, davor habe ich Angst! Ach ja, Tore verriegeln hilft auch nichts, “man” klettert einfach drüber…

Und zum Schluss:

Nach Einbruch der Dunkelheit ist Dixie innerhalb des Hauses der Pausen-Clown, ausserhalb der Hund von Baskerville  - das steckt in den Genen :)

liebe Grüße,

das Dixie-Frauchen